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Kurzmeldungen am Donnerstag, 6.9.07

Donnerstag, 6. September 2007, 7:30 • Rubrik Nachrichten.

Colorado-Bachforelle_120 Heute in aller Kürze: Artenschützer halfen am Colorado lange Zeit den falschen Fischen. Der weit verbreitete Magenkeim Helicobacter pylori bedroht den Magen, aber beschützt die Haut. Und in Korallenriffen beeindrucken nicht nur Fische mit Artenreichtum, sondern auch deren Parasiten.

Die Bachforelle „Greenback Cutthroat Trout“. Foto: Colorado Division of Wildlife

Beim Versuch, seltene Bachforellen im Colorado zu schützen, haben Biologen versehentlich den falschen Fischen geholfen. Das stellte sich bei Vergleichen des Forellen-Erbguts heraus. Anstatt die seltene „Greenback Cutthroat Trout“ mit Hilfe von Nachzuchten zu stabilisieren, wurden über Jahrzehnte andere, verwandte Bachforellen im Colorado ausgesetzt. Die Verwechslung gehe auf Fehler aus dem späten 18. Jahrhundert zurück, rechtfertigen sich die Biologen. Damals seien bereits ortsfremde Forellen im Colorado ausgesetzt worden, ohne dass vorher die natürlichen Arten dokumentiert worden wären. (University of Colorado)

Der weit verbreitete Magenkeim Helicobacter pylori bedroht den Magen, aber beschützt die Haut, glauben Leipziger Wissenschaftler: Eine Helicobacter-pylori-Infektion könne bei allergischen Erkrankungen das Auftreten von Ekzemen um zwei Drittel verringern. Das folgern die Forscher aus Untersuchungen von jeweils rund 3000 Leipziger Schülern in den Jahren 1998 und 2000. Zwar sei Patienten mit allergischem Ekzem kein Helicobacter-Cocktail zu empfehlen, aber die Entdeckung sei möglicherweise bei der Entwicklung neuer Therapien hilfreich. (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)

Das Neukaledonische Korallenriff, nach dem australischen Great Barrier Reef das zweitgrößte Barriereriff der Welt, bietet nicht nur 2.000 Fischarten eine Heimat. Auch Fischparasiten profitieren vom Artenreichtum, entdeckten französische Meeresforscher. Sie untersuchten fast 800 Fische von zehn verschiedenen Arten und stießen auf 0,5 Millimeter lange Würmer, die sich in den Kiemen ihrer Wirte wohlfühlen. Allein zwölf verschiedene Arten dieser Parasiten haben sich auf Fischkiemen spezialisiert. Auf den 2.000 Fischarten dürften sich über 10.000 verschiedene Parasiten tummeln, schätzen die Forscher. (Institut de Recherche pour le Développement, Bericht als PDF)


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