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Kurzmeldungen am Mittwoch, 29.8.07

29. August 2007 | Druckversion

Feuertausendfuesser Heute in aller Kürze: Auf Madagaskar entdeckten deutsche Biologen 43 neue Arten von Tausendfüßern und Insekten. Regenwürmer könnten den Treibhauseffekt beschleunigen, vermuten US-Forscher. Die NASA stellt 35 Jahre alte Mondbilder ihrer Apollo-Missionen online. Und ein italienischer Forscher spekuliert, wie uns Nanoröhrchen zum Spider-Man machen könnten.

15 Zentimeter langer Feuertausendfüßer. Foto: K. Schütte, Zoologisches Institut und Museum Hamburg

Im Südosten Madagaskars haben deutsche Biologen zahlreiche bisher unbekannte Arten von Tausendfüßern und Insekten entdeckt. Sie fanden 29 neue Arten von Tausendfüßern, davon 11 Arten von Riesenkugeltausendfüßern. Entomologen können sich über 8 neue Arten Stabschrecken, 2 Gottesanbeterinnen und 4 Libellen freuen. Die Artensuche ist ein Wettkampf gegen die Zeit: Schätzungen gehen davon aus, dass bereits 90 Prozent der natürlichen Vegetation Madagaskars seit Besiedlung der Insel durch den Menschen zerstört wurde. (Pressemeldung)

Ist der Regenwurm ein Klimasünder? Ja, vermuten US-amerikanische Forscher. Sie haben vor allem jene Würmer in Verdacht, die europäische Siedler einst in die USA einschleppten. Entscheidend sei die Art und Weise, wie der europäische Wurm die nordamerikanische Bodenchemie beeinflusse. Anders als seine amerikanischen Artgenossen beschleunige der Einwanderer durch sein Fressverhalten den Ausstoß von Kohlendioxid, welches bisher im Boden gebunden sei. Wie viel Prozentpunkte der Klimaerwärmung wir den Würmern vorwerfen können, haben die Biologen allerdings noch nicht im Detail errechnet. (News@Nature)

Fotos der Mond-Oberfläche, die im Rahmen der Apollo-Missionen geschossen wurden, will die NASA online stellen. Mitarbeiter der Arizona State University scannen dafür die Bilder von den Original-Filmrollen ein. Erste Aufnahmen der Mission Apollo 15 aus dem Jahr 1971 sind bereits öffentlich zugänglich. Im Rahmen des Projektes werden rund 35.000 Bilder freigegeben. (Apollo Image Archive)

Wie Spiderman die Wände hochgehen - diese Fähigkeit muss nicht auf Dauer Filmschauspielern vorbehalten bleiben. Kleidung mit Millionen winziger Härchen oder Widerhaken, wie sie Spinnen und Geckos an ihren Füßen tragen, könnte auch das menschliche Gewicht an der Wand halten. Das hat der Forscher Nicola Pugno von der Politecnico di Torino berechnet, der Kohlenstoff-Nanoröhrchen für den geeigneten Kletterstoff hält. Fraglich sei allerdings noch, wie sich Haft- und Löseverhalten der Widerhaken sowie deren nötige Selbstreinigung technisch realisieren ließen. (Journal of Physics: Condensed Matter, BBC)

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