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Kurzmeldungen am Donnerstag, 23.8.07

Donnerstag, 23. August 2007, 10:45 • Rubrik Nachrichten.

Fossile-Goriilazaehne Heute in aller Kürze: Fossile Zähne weisen auf frühe Trennung von Gorilla und Mensch hin. Mäuse mit Putzzwang sollen Hinweise auf menschliche Zwangsstörungen liefern. Die Unwetterwarnung kommt künftig per SMS. Und in “Google Earth” gibt es jetzt auch “Google Sky”.

Zehn Mio. Jahre alte Gorilla-Zähne (oben) im Vergleich zum modernen Gebiss.
Bild: Nature

Der Stammbaum des Menschen könnte sich zwei Mio. Jahre früher von dem des Gorillas abgespalten haben, als bisher vermutet. In Äthiopien identifizierten Forscher 10 Mio. Jahre alte fossile Zähne, die einem frühen Gorilla gehörten. Die Zähne des ältesten Menschenaffen der Region liefern Hinweise, wie früh sich dessen Gebiss spezialisierte. Bisher nahm man an, die Stammbäume von Mensch und Gorilla hätten sich erst vor 6 bis 8 Mio. Jahren getrennt. (Nature)

Eine Gen-Maus mit Putzfimmel soll helfen, die entsprechende Zwangshandlung beim Menschen zu erforschen. US-amerikanische Forscher schufen die Maus, indem sie ein spezielles Gen ausschalteten, das über die Produktion eines Proteins im Gehirn die Kommunikation zwischen Nervenzellen regelt. Fehlt den Nagern das Protein, werden sie ängstlich und putzen sich bis zur Selbstverletzung. Gegensteuern lässt sich mit Medikamenten, die schon zwangserkrankten Menschen helfen. (Nature)

Einen persönlichen Wetterwarndienst haben Fraunhofer-Forscher entwickelt. Das Frühwarnsystem schickt angemeldeten Teilnehmern eine SMS, wenn in ihrem Postleitzahl-Bezirk ein Unwetter droht. Starkregen und Hagelschauer sollen zehn bis zwanzig Minuten vor dem Ereignis angekündigt werden, um etwa wertvolle Maschinen in Sicherheit bringen oder in Gebäuden Schutz suchen zu können. Auch Feuerwehr und Notdienste sollen schneller als bisher über aufziehende Unwetter informiert werden. (Safe-Projekt)

Google Earth ist um eine Funktion reicher: Mit dem Zusatz “Sky” lässt sich von jedem beliebigen Punkt der Erde aus in den Sternenhimmel blicken. Sechs astronomische Institute haben ihr Bildmaterial mit einer Mio. Sternen und 200 Mio. Galaxien zur Verfügung gestellt. Die Funktion ist in der neuen Version Google Earth 4.2 enthalten. Man wechselt einfach unter “Ansicht” auf “Weltraumansicht”. Ältere Versionen des Programms lassen sich automatisch und kostenlos aktualisieren. (Google Earth)


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