Kurzmeldungen am Dienstag, 21.8.07

21. August 2007 13:13 Drucken

World of Warcraft Heute in aller Kürze: Warum Online-Spiele helfen, die Ausbreitung von Infektionen zu verstehen; wie Mäuse aus zwei Eizellen ohne männliches Erbgut gezeugt werden; warum Kanadas Großstädte wenig Probleme mit Drogen haben. Und: Keine Strahlengefahr für Zahnarzthelferinnen.

World of Warcraft: Das ideale Spiel für Infektionsforscher?

Epidemien in Online-Spielen können Forschern helfen, die Ausbreitung von Krankheiten besser zu verstehen. Das sagen US-Forscher mit Verweis auf das Fantasy-Spiel “World of Warcraft”. Dort kommen immer wieder Teilnehmer durch die so genannte “corrupted blood”-Krankheit ums (virtuelle) Leben. Wie die Teilnehmer auf die Infektion ihrer Mitspieler reagieren, erlaube Rückschlüsse auf die Ausbreitung ansteckender Krankheiten im realen Leben, so die Forscher. (BBC)

Zwei Mütter und kein Vater: Japanische Forscher haben eine Maus gezeugt, indem sie eine Eizelle mit dem Erbgut einer zweiten Eizelle “befruchteten”. Dies gelang allerdings nur bei Gen-Mäusen, in denen zwei Chromosomen so manipuliert wurden, dass sie ohne die dort eigentlich notwendige männliche Erbinformation auskommen. Dass künftig Frauen ohne Männer Nachwuchs zeugen können, lässt sich aus dem Experiment nicht ableiten – es sei denn, eine der Beteiligten wäre eine gentechnisch veränderte Mutantin. (Nature Biotechnology, Science Now)

Kanadas Großstädte haben deutlich weniger Drogenprobleme als die mittelgroßen Städten der Provinz. Alkohol und andere Drogen werden in den Metropolen deutlich seltener konsumiert, ermittelten kanadische Forscher. Ihre Erklärung: In den Großstädten konzentrierten sich die Einwanderer, die mit viel Optimusmus ins Land gekommen seien und ihr Leben hoch motiviert angingen. (Centre for Addiction and Mental Health)

Röntgenuntersuchungen in der Zahnmedizin bringen keine Strahlengefahr für das helfende Personal mit sich. Das ergaben Messungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Die Strahlung, der Zahnarzthelferinnen ausgesetzt sind, liegt demnach im Bereich der Tagesdosis durch die natürliche Umgebungsstrahlung. Gemessen wurde zudem ohne die Schutzkleidung, die Patienten und Personal während des Röntgens tragen. (PTB)

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