Kurzmeldungen am Mittwoch, 15.8.07
Mittwoch, 15. August 2007, 12:30 • Rubrik Nachrichten.
Heute in aller Kürze: Japanische Ingenieure bringen Robotern das Tanzen bei. Weltraum-Touristen können demnächst das erste Hotel im All besuchen. Und Tschernobyl ist kein Reservat für Tiere, wie manche Berichte glauben machen wollten.
HRP-2 tanzt gut. Video: AIST
Japans Roboter-Fans haben einen neuen Star: Der auf den schönen Namen HRP-2 hörende, 1,50 Meter große und 58 Kilo schwere Roboter kann gehen, arbeiten, sich lang hinlegen und selbstständig wieder aufstehen (Video 1). Mit Hilfe einer Software, die gefilmte Bewegungen in Roboter-gerechte Daten übersetzt, hat HRP-2 jetzt auch traditionelle japanische Tänze gelernt (Video 2). Seine Schöpfer vom „National Institute of Advanced Industrial Science and Technology“ (AIST) an der Universität Tokyo wollen so die Beinarbeit ihres Roboters perfektionieren. (AIST)
Das erste Weltraum-Hotel soll noch vor 2010 in Betrieb gehen. So hat es jedenfalls der künftige Betreiber, die Bigelow Aerospace, optimistisch angekündigt. Das US-Unternehmen hat bereits vorbereitend zwei Raumschiffe in der Erdumlaufbahn platziert. Angesichts explodierender Kosten wollen die Investoren das Projekt jetzt beschleunigen und möglichst schnell die ersten drei zahlenden Gäste in der Schwerelosigkeit bewirten. Wie die Anreise organisiert wird, ist allerdings noch offen. (Bigelow Aerospace, New Scientist)
Die Katastrophe von Tschernobyl und die anschließende Evakuierung der Region im Jahr 1986 habe ein Naturreservat entstehen lassen, behaupteten Medienberichte. Dieser These widersprechen jetzt zwei Forscher, die 57 Vogelarten aus der Region untersuchten. Demnach sind die meisten Arten im Vergleich zu unbelasteten Regionen um 66 Prozent zurück gegangen. Verseuchte Nahrung könnte die Hauptursache sein, so die Forscher, der Schaden übersteige positive Effekte bei weitem. (Biology Letters, BBC)
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