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Schon wenig Sport hilft

Dienstag, 14. August 2007, 14:09 • Rubrik Gesundheit, Medizin, Sport.

Spazieren-gehen_Photocase In jedem Terminkalender ist noch genügend Platz für die Gesundheit. Entsprechende Resultate einer kleinen Studie präsentieren nordirische Mediziner im “Journal of Epidemiology and Community Health”. Unternahmen ihre Probanden dreimal wöchentlich kurze Spaziergänge, hatte dies bereits merkliche Auswirkungen auf Blutdruck, Figur und Fitness.

Foto: Alex/Photocase

Der Effekt stellte sich selbst dann ein, wenn die halbstündigen Spaziergänge in mehreren Etappen absolviert wurden, berichten die Forscher um Mark Tully von der Queen’s University in Belfast. Ihrer Ansicht nach sollten die Resultate all jene zu mehr Bewegung ermutigen, die meinten, nicht genügend Zeit für das empfohlene Pensum von fünfmal 30 Minuten Sport pro Woche zu haben.

Tully und Kollegen konnten 106 gesunde Bewegungsmuffel im Alter von 40 bis 60 Jahren für ihre Studie gewinnen. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt: 44 sollten an fünf Tagen pro Woche halbstündige, stramme Spaziergänge unternehmen, 42 an lediglich drei Tagen. Die übrigen Teilnehmer dienten zunächst als Kontrollgruppe. Zwölf Wochen später stellten die Mediziner merkliche Veränderungen fest.

Verglichen mit den Ausgangswerten, war der systolische Blutdruck in den beiden Bewegungsgruppen im Schnitt um etwa 5 Millimeter Quecksilbersäule (mm Hg) gefallen, in der Fünftagegruppe auch der diastolische Blutdruck um gut 3 mm Hg. Zusätzlich waren Hüft- und Taillenumfang in den Gehgruppen um mehr als 2 Zentimeter gesunken und die Teilnehmer hielten bei Fitnesstests länger durch. Diese Effekte seien im Hinblick auf die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen von klinischer Bedeutung, betonen die Forscher.

Forschung: Mark A. Tully und Ian S. Young, Division of Public Health Medicine and Primary Care und Centre for Clinical and Population Sciences, Queen’s University, Belfast; und andere

Veröffentlichung Journal of Epidemiology and Community Health, Vol. 61, pp 778-83, DOI 10.1136/jech.2006.053058

WWW:
Department of General Practice and Primary Care, Queen’s University
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