Wölfe an der Leine der Hirsche
31. August 2007
Im Verhältnis zwischen Wölfen und Hirschen geben nicht unbedingt die Räuber den Ton an. Diese Ansicht bekräftigt eine Untersuchung amerikanischer und kanadischer Biologen. Im Yellowstone-Nationalpark variiert das Risiko für die Hirsche weniger mit der Verbreitung der Wölfe als vielmehr mit den landschaftlichen Gegebenheiten. Die großen Pflanzenfresser haben es daher selbst in der Hand, ob sie sich in Gefahr begeben oder nicht. Lesen
Kurzmeldungen am Freitag, 31.8.07
31. August 2007
Heute in aller Kürze: Ex-Raucher büßen ihren früheren Tabakkonsum mit dauerhaften Gen-Veränderungen. Bei britischen Kindern löst die Aussicht, zur Schule gehen zu müssen, schon Monate vor dem ersten Schultag Stress aus. Griechenlands Waldbrände stellen einen traurigen Zehn-Jahres-Rekord auf. Und in China wurde ein tonnenschwerer antiker Münzschatz gehoben.
Foto: Photocase.com
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Planlos in Mesopotamien
30. August 2007
Die ersten Städte der Menschheit wuchsen nicht unbedingt per Dekret, lassen Ausgrabungen amerikanischer und britischer Archäologen vermuten. Zumindest im Falle einer Siedlung im Nordosten Syriens scheinen mehrere “Vororte” zunächst auf Distanz geblieben und erst im Laufe der Zeit miteinander verschmolzen zu sein, berichtet die Gruppe im Magazin “Science”.

Auch von den “Vorstädten” aus immer gut sichtbar: das Machtzentrum von Tell Brak. Foto: Courtesy of Jason A. Ur Lesen
Chemische Kriegsführung in der Kreidezeit
30. August 2007
Schon vor 100 Millionen Jahren hielten sich kleine Käfer mit chemischen Waffen ihre Fressfeinde vom Leib. Entsprechende Belege haben amerikanische Biologen in einem Stück Bernstein gefunden. Darin konserviert ist ein kleiner Käfer, der einem deutlich größeren Insekt kleine Sekrettröpfchen entgegenpresst.

Wer die chemische Kriegsführung beherrscht, kommt auch ohne dicken Chitinpanzer aus. Foto: Oregon State University Lesen
Kurzmeldungen am Donnerstag, 30.8.2007
30. August 2007
Heute in aller Kürze: Pollen an einer Biene im Bernstein verraten das Alter der ersten Orchidee. Die Chinesische Mauer verschwindet. Braunschweiger Forscher nehmen “Fingerabdrücke” von Phosphordüngern. Und im Jangtse gibt es wohl doch noch Flussdelfine.
Pollen tragende Biene im Bernstein.
Foto: Santiago Ramírez /Nature
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Neues vom Loch im Mars
30. August 2007
Bei dem kürzlich entdeckten Loch im Mars handelt es sich um die Öffnung eines tiefen Schachts. Diese Ansicht bekräftigt ein neues hochauflösendes Bild, das die Sonde Mars Reconnaissance Orbiter aufgenommen hat. Von der schräg stehenden Nachmittagssonne beleuchtet, ist darauf die steil abfallende Ostwand eines mindestens 78 Meter tiefen Schachts zu erkennen.

Der Einsturzkrater auf dem Mars ist mindestens 78 Meter tief. Bild: NASA/JPL/University of Arizona Lesen
Wie der Sauerstoff in die Luft kam
29. August 2007
Nicht die Biologie, sondern die Geologie gab den Startschuss für die Bildung der irdischen Sauerstoff-Atmosphäre. Diese Hypothese stellen zwei amerikanische und australische Geologen im Magazin “Nature” auf. Sauerstoff konnte sich demnach im nennenswerten Maße in der Gashülle der Erde anreichern, erst nachdem sich vor 2,5 Milliarden Jahren ein Teil des Vulkanismus aus den Meeren an Land verlagert hatte.
Foto: Tanguy de Saint Cyr /Fotolia.com
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Kurzmeldungen am Mittwoch, 29.8.07
29. August 2007
Heute in aller Kürze: Auf Madagaskar entdeckten deutsche Biologen 43 neue Arten von Tausendfüßern und Insekten. Regenwürmer könnten den Treibhauseffekt beschleunigen, vermuten US-Forscher. Die NASA stellt 35 Jahre alte Mondbilder ihrer Apollo-Missionen online. Und ein italienischer Forscher spekuliert, wie uns Nanoröhrchen zum Spider-Man machen könnten.
15 Zentimeter langer Feuertausendfüßer. Foto: K. Schütte, Zoologisches Institut und Museum Hamburg
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“Jahreszeiten” in der Tiefsee
29. August 2007
Selbst einen halben Kilometer unter der Meeresoberfläche gibt es fette und magere Jahre. Das zeigen Analysen, die ein australischer Biologe an einem Tiefseeschwamm durchgeführt hat. Gemessen am Gehalt verschiedener Elemente in seinem Skelett, hat das Tier erstaunlich kurzfristige Schwankungen des Nahrungsangebots erfahren. Lesen
Entspannte Mütter wiegen mit links
29. August 2007
Wie eine Mutter ihr Kind im Arm hält, hängt auch von ihrer mentalen Verfassung ab. Für diese Ansicht sprechen Beobachtungen einer britisch-norwegischen Forschergruppe. Wenn sich Mütter Stress ausgesetzt fühlen, wiegen sie ihre Kinder demnach seltener im linken Arm.
Bild: CMD /Fotolia.com
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