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Kurzmeldungen am Dienstag, 31.7.07 (ergänzt)

31. Juli 2007 | Druckversion

Nordpol_kl Heute in aller Kürze: Der trockene norwegische Sommer macht Wikinger-Gräber sichtbar; die Tiefsee im Südatlantik erwärmt sich um entscheidende Hundertstelgrade; Russland beansprucht den Nordpol für sich; Informatiker warnen vor der Überwachungsgesellschaft. Und: Astronauten trinken billiger.

Der Nordpol - bald in russischem Besitz? Bild: NASA

120 Wikinger-Gräber sowie Reste einer Siedlung - darunter ein über 30 Meter langes Haupthaus - haben norwegische Archäologen nördlich von Trondheim entdeckt. Die Überreste konnten auf Luftbildern lokalisiert werden. Nur weil in der Region zur Zeit starke Trockenheit herrscht, wurden die Spuren sichtbar, meldet die Zeitung Aftenposten.

Die globale Meereserwärmung hat möglicherweise die Tiefsee erreicht. Darauf deuten Messungen im Vema-Kanal hin, einem Canyon zwischen dem Argentinischen und Brasilianischen Becken in 4.500 Metern Tiefe. Dort stieg die Temperatur von 0.18 Grad in den 70iger Jahren auf über 0.22 Grad im Mai 2007. Der geringe Unterschied genüge, um die Dichte des Wassers zu verändern und die Ozeanzirkulation zu verändern, sagen deutsche und russische Forscher. (Abstract, mehr bei Scienceticker Umwelt)

Zwei russische Mini-U-Boote sind zu Testfahrten 1,8 Kilometer tief in den Arktischen Ozean getaucht. Noch im Laufe der Woche sollen sie am vier Kilometer tiefen Nordpol die russische Flagge setzen, meldet die BBC. Russland will damit seine Ansprüche auf die Bodenschätze der Region bekräftigen. (BBC)

Gegen die zunehmende Überwachung unverdächtiger Bürger hat sich die Gesellschaft für Informatik (GI) ausgesprochen. Man betrachte “mit großer Sorge”, wie häufig Unternehmen und Behörden mittlerweile Überwachungstechnik im öffentlichen und privaten Raum einsetzten. Die Öffentlichkeit müsse sensibilisiert und die Überwachung von unabhängigen Stellen kontrolliert werden. (Memorandum als PDF)

Was noch fehlte: Ein Weinhändler im texanischen Houston bietet den Astronauten der benachbarten NASA einen Rabatt von 10 Prozent. (Luko Wines)

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