Schüchternheit durch die Nase bekämpft
18. Juli 2007 18:04
Wenn extreme Schüchternheit zur Sozialphobie wird, könnte ein Hormon-Spray helfen, die Angst zu überwinden. Das ermittelten Forscher der Universität Zürich in Versuchen mit dem Hormon Oxytocin.
Markus Heinrichs und seine Kollegen vom Psychologischem Institut der Uni Zürich experimentierten mit 70 Patienen, die wegen starker Ängste und Hemmungen eine Verhaltenstherapie besuchten.
Jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzungen verabreichten die Forscher den Patienten eine Dosis des Hormons Oxytocin über ein Nasenspray. Die Betroffenen konnten danach wesentlich offener an den therapeutischen Rollenspielen teilnehmen und sich anschließend leichter den Herausforderungen des Alltags stellen.
Wie der “New Scientist” berichtet, wird Heinrichs sein Forschungsprojekt diese Woche auf dem “World Congress of Neuroscience” im australischen Melbourne vorstellen. Heinrichs und seine Kollegen hatten in früheren Untersuchungen bereits nachgewiesen, dass das Hormon Oxytocin die Reizverarbeitung in der Amygdala abschwächt - einer zentralen Hirnregion, die wesentlich an der Entstehung der Angst beteiligt ist.
Vom körpereigenen Hormon Oxytocin ist bereits bekannt, dass es bei Schwangeren Wehen auslöst, sich auf stillende Mütter beruhigend auswirkt und ihre emotionale Bindung zum Kind stärkt. Auch die Beziehung zum Partner soll es stabilisieren können.
Forschung: Markus Heinrichs; Psychologisches Institut der Universität Zürich
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Homepage Heinrichs
Oxytocin
Netzwerk Selbsthilfe Sozialphobie
Meldung im New Scientist

















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