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Raucherbabys scheiden Nikotin-Abbauprodukt aus

19. Juni 2007 14:44

Kinder rauchender Eltern scheiden deutlich erhöhte Mengen eines Nikotin-Abbauprodukts aus. Das berichten englische Mediziner im Fachblatt “Archives of Disease in Childhood”. Ihrer Ansicht nach hilft diese Beobachtung verstehen, warum Rauchen ein bedeutender Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod ist.

Selbst dann, wenn die Eltern nicht in Gegenwart ihrer Kinder rauchten, könnten diese Rauchpartikel einatmen, wenn sie in einem Zimmer mit den Eltern schliefen, schreibt die Gruppe um Mike Wailoo von der University of Leicester. Diese Partikel bzw. daran anhaftende Substanzen könnten sich schädlich auf das Herz-Kreislauf-System der Kinder auswirken.

Wailoo und Kollegen untersuchten den Urin von 104 Kindern im Alter von 12 Wochen. Von diesen Säuglingen lebten 71 in Haushalten mit mindestens einem rauchenden Elternteil. Ausgehend vom geometrischen Mittel, wies ihr Urin im Schnitt 5,6 mal höhere Spiegel von Cotinin auf als der Urin rauchfrei lebender Altersgenossen. Eine nähere Analyse ergab, dass allein eine rauchende Mutter mit einem rund viermal höheren Cotinin-Spiegel einherging.

Weitere statistisch bedeutende Faktoren waren das Schlafen im elterlichen Schlafzimmer und niedrige Temperaturen, ermittelten die Mediziner. Möglicherweise werde die Wohnung bei kühler Witterung weniger gründlich gelüftet oder die Eltern rauchten eher in den Wohnräumen, vermuten sie. Mangels eines gesetzlichen Schutzes müssten die Eltern besser über die Folgen des Passivrauchens aufgeklärt werden.

Forschung: D.V. Joseph und Mike P. Wailoo, Department of Child Health, University of Leicester; und andere

Veröffentlichung Archives of Disease in Childhood, DOI 10.1136/adc.2006.108506

WWW:
Health Sciences, University of Leicester
Tabakrauch
Human-Biomonitoring für Nikotin und Cotinin

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