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Archiv für: April, 2007

Lähmende Hilfsbeflissenheit

Eine gute Anstandsdame wägt ab, wie stark sie ihren Schützling abschottet und wie viel Freiheit sie ihm lässt. Das gilt auch im molekularen Maßstab, haben amerikanische und deutsche Forscher am Beispiel eines Fadenwurms ermittelt. Produzieren Muskelzellen zu viel Faltungshelfer für ein Muskelprotein, kann sich dieses nicht zu funktionsfähigen Filamenten zusammenlagern.

Momentaufnahme eines urtümlichen Waldes

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Einen 300 Millionen Jahre alten Wald haben amerikanische und britische Forscher entdeckt. Das fossile “Gehölz” samt turmhohen Bärlappen, Schachtelhalmen und Baumfarnen bedeckt eine Fläche von mehreren Hundert Fußballfeldern und gestattet einzigartige Einblicke in ein urtümliches Ökosystem.

Pilze waren “Mammutbäume” der Urzeit

Ein Pilz könnte lange Zeit alle anderen Organismen der Erde überragt haben. Neue Belege für diese Hypothese präsentieren amerikanische Wissenschaftler im Fachblatt “Geology”. Bei rätselhaften, bis zu acht Meter hohen Säulen aus dem Devon scheint es sich demnach um Fruchtkörper gehandelt zu haben, vergleichbar riesigen Stinkmorcheln.

Sport: Viel trinken hilft nicht viel

Ausdauersportler müssen nicht unbedingt literweise Wasser trinken. Zu diesem Schluss kommen Forscher aus Großbritannien und Singapur nach einer Pilotstudie mit verschluckbaren Thermometerkapseln. Ausgiebiges Trinken während eines Langstreckenlaufs senkte weder die Körpertemperatur der Läufer noch verkürzte es die benötigte Zeit.

Konzentrierte Brandung

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Ein geologisches “Brennglas” sorgt für eine atemberaubende Brandung an der Küste Kaliforniens. Das haben amerikanische Ozeanographen bei der bislang genauesten Vermessung des Meeresgrunds vor dem US-Bundesstaat entdeckt. Eine Art Rampe im Meeresgrund konzentriert die Energie der auflaufenden Wassermassen auf einen schmalen Küstenstreifen, sodass sich die Wellen dort bis zu 15 Meter hoch auftürmen.

Vorsichtige Hoffnung für Berggorillas

Die Zahl der ostafrikanischen Berggorillas ist in den letzten Jahren leicht gestiegen. Ergebnisse einer aktuellen Zählung zeigen, dass es inzwischen 340 Gorillas im Bwindi-Nationalpark in Uganda gibt. Dies entspreche einem Zuwachs von zwölf Prozent im letzten Jahrzehnt, so die Naturschutzorganisation WWF in einer Mitteilung.

Zwergenduo auf Schrumpfkur

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Einen Weißen Zwerg, der diesen Namen mehr als verdient, hat eine amerikanische Astronomengruppe entdeckt. Einstmals von ähnlichem Kaliber wie die Sonne, hat der mittlerweile ausgebrannte Stern über 80 Prozent seiner Masse verloren – größtenteils durch den Schwerkraftzug eines nahen Vetters.

Asteroid wird kräftig durchgeschüttelt

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In einer Müslitüte wandern die Nüsse mit der Zeit nach oben, während die kleinen Haferflocken nach unten sinken. Ähnliche Prozesse sind auf einem Asteroiden am Werk, hat eine internationale Forschergruppe ermittelt. Vermutlich angetrieben durch Erschütterungen von Einschlägen, werden auf dem kleinen Asteroiden Itokawa Gesteinsbrocken nach ihrer Größe sortiert.

Knochen verraten neuzeitlichen Speiseplan

Auch zu Beginn der Moderne kam in Deutschland regelmäßig Fleisch auf den Tisch. Zu diesem Schluss kommt eine Berliner Anthropologin nach der Analyse menschlicher Knochen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Zumindest im heutigen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern war die Ernährungssituation der Menschen insgesamt nicht so schlecht, wie man angesichts von Kriegen und Seuchen annehmen könnte.

Gelegenheitsraucher trinken häufiger

Wer nur gelegentlich raucht, hat relativ häufig Probleme mit Alkohol. Für diese Ansicht spricht eine Analyse, die eine amerikanische Psychiaterin und ihre Kollegen durchgeführt haben. Verglichen mit Nichtrauchern, fanden sie bei Gelegenheitsrauchern mehr als fünfmal so häufig Hinweise auf einen problematischen Alkoholkonsum.

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