Vorsichtige Hoffnung für Berggorillas
Freitag, 20. April 2007, 13:07 • Rubrik Anthropologie, Biologie.
Die Zahl der ostafrikanischen Berggorillas ist in den letzten Jahren leicht gestiegen. Ergebnisse einer aktuellen Zählung zeigen, dass es inzwischen 340 Gorillas im Bwindi-Nationalpark in Uganda gibt. Dies entspreche einem Zuwachs von zwölf Prozent im letzten Jahrzehnt, so die Naturschutzorganisation WWF in einer Mitteilung.
Der Nationalpark sei damit Heimat für beinahe die Hälfte der verbliebenen Berggorillas (Gorilla beringei beringei). Die übrigen der etwa 720 Tiere lebten im Gebiet der Virunga-Vulkane in Uganda, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo. Noch im Jahr 1996 wurde die Gesamtzahl auf 620 geschätzt, im Jahr 2002 lag sie bei 674 Tieren.
Erst im Jahr 1902 für die Wissenschaft entdeckt, gilt der Berggorilla heute als Unterart des Östlichen Gorilla (Gorilla beringei). Durch Bejagung, Bürgerkriege und Waldrodung wurden die Bestände rasch dezimiert. Und obwohl die Schutzbemühungen sich langsam auszahlten, sei die Gefahr noch nicht gebannt, betont Marc Languy vom Eastern Africa Programme des WWF. “Angesichts von lediglich 720 freilebenden Berggorillas sind weitere Anstrengungen nötig, um diese großartigen Tiere vor dem Aussterben zu bewahren.”
So hätten die Berggorillas in Teilen des Bwindi-Nationalparks in jüngerer Zeit erneut mit Jagd, Rodung und Unruhen zu kämpfen gehabt. Zu Beginn dieses Jahres seien außerdem zwei Silberrücken in der Demokratischen Republik Kongo getötet worden – zumindest einer davon seines Fleisches wegen. Beide Tiere seien an Touristen gewöhnt und damit leichte Beute gewesen. Auch im Bwindi-Nationalpark seien derzeit fünf von 30 Berggorilla-Gruppen an Menschen gewöhnt.
WWW:
WWF Eastern Africa Programme
Gorilla
Great Apes Survical Project
Bwindi Impenetrable National Park
Möchten Sie den Beitrag bewerten?
Empfehlen Sie den Text weiter!
Drucken






Neueste Kommentare