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Mit Ernährung dem Krebs in der Bauchspeicheldrüse vorbeugen

16. April 2007 18:01

Wer regelmäßig Zwiebeln, Äpfel, Beeren, Grünkohl und Brokkoli verzehrt, wirkt vermutlich dem Bauchspeicheldrüsenkrebs entgegen. Diese Einschätzung lässt sich aus einer US-amerikanischen Studie mit über 180.000 Teilnehmern ableiten. Besonders gesund sollen demnach Lebensmittel sein, die hohe Anteile so genannter Flavonole (sekundäre Pflanzenstoffe) enthalten.

Laurence Kolonel vom Cancer Research Center of Hawaii stellte die Ergebnisse seiner Studie gestern auf dem “Annual Meeting of the American Association for Cancer Research” (AACR) in Los Angeles vor: “Studienteilnehmer, die mit ihrer Nahrung am meisten Flavonole aufnahmen, hatten im Vergleich zu Teilnehmern mit dem geringsten Verzehr, ein um 23 Prozent vermindertes Risiko an Bauspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.”

“Besonders Raucher profitierten von einer flavonolreichen Ernährung”, ergänzt Co-Autorin Ute Nöthlings vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke; “Raucher, die viele dieser sekundären Pflanzenstoffe mit der Nahrung aufnahmen, konnten ihr Risiko im Vergleich zu Rauchern mit geringem Verzehr sogar um 59 Prozent senken. Vermutlich sind die Effekte bei Rauchern am stärksten, da diese Gruppe bereits ein erhöhtes Bauchspeicheldrüsenkrebs-Risiko hat.”

Die US-Studie ist Teilprojekt der großen Multiethnic Cohort Study in Hawaii und Los Angeles. Innerhalb einer Nachbeobachtungszeit von durchschnittlich acht Jahren erkrankten 529 Studienteilnehmer an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Studie habe zwar “eine sehr große statistische Aussagekraft, dennoch reicht diese eine Studie sicher nicht aus, um eine krebspräventive Wirkung von Flavonolen zu belegen”, räumt Nöthlings ein. “Weitere epidemiologische Studien an anderen Populationen aus anderen geographischen Regionen sind nötig, um diese Ergebnisse wissenschaftlich abzusichern.”

“Auf welchen biologischen Mechanismen die gefundenen Zusammenhänge beruhen, haben wir in unserer Studie nicht untersucht”, so Nöthlings weiter; “allgemein sind krebspräventive Wirkungen von Flavonolen auf verschiedene Eigenschaften zurückgeführt worden: Flavonole inhibieren den Zell-Zyklus sowie die Zell-Proliferation und wirken oxidativem Stress entgegen. Zudem sind sie in der Lage, Enzyme des ‘Entgiftungsstoffwechsels’ zu induzieren und einen programmierten Zelltod (Apoptose) auszulösen.”

Forschung: Ute Nöthlings, Laurence Kolonel vom Cancer Research Center of Hawaii

WWW:
Deutsches Institut für Ernährungsforschung
Cancer Research Center of Hawaii

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