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Fische im geordneten Rückzug

31. März 2007 |

Bei Gefahr stieben Fische nicht einfach wild auseinander, haben französische und italienische Biologen beobachtet. Gaukelten sie kleinen Schwärmen mehrfach Angriffe vor, traten die Individuen stets in einer ähnlichen Reihenfolge die Flucht an.

Ein solches Phänomen sei niemals zuvor beschrieben worden, erklärt Paolo Domenici vom Meeresforschungsinstitut IAMC in Neapel. Die relativ starre Abfolge lasse vermuten, “dass bestimmte Individuen besonders großen Einfluss auf die Fluchtstrategie des gesamten Schwarms haben”.

Domenici und Kollegen gaukelten Schwärmen von jeweils zehn Meeräschen Angriffe aus der Luft vor. Die Forscher filmten das Verhalten der Fische mit einer Hochgeschwindigkeitskamera und stuften die Tiere danach ein, in welcher Abfolge sie die Flucht antraten. Das Experiment wurde an sieben Schwärmen jeweils zehn Mal durchgeführt.

Wie die Forscher auf einer Fachtagung in Glasgow berichten, neigten die Individuen eines Schwarms zu einer festen Fluchtreihenfolge - die Tiere traten nicht gleichzeitig die Flucht an, sondern schienen die Reaktion anderer Schwarmmitglieder abzuwarten. Die Gruppe will nun herausfinden, ob die einmal beobachtete Reihenfolge über längere Zeit Bestand hat. Dies würde für eine feste Hierarchie im Schwarm sprechen.

Forschung: Stefano Marras, Département de Biologie Intégrative, Institut des Sciences de l’Evolution, CNRS-Université de Montpellier 2; Silvana Ferrari, Fondazione IMC - Centro Marino Internazionale, Torregrande; Paolo Domenici, CNR-Istituto per l’ambiente marino costiero, Neapel

Präsentatin auf dem Annual Meeting of the Society for Experimental Biology, Glasgow; #A12.47

WWW:
Institut des Sciences de l’Evolution, Montpellie
Meeräschen

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