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Gesellige Roboter laufen länger

28. Februar 2007 |

Ein ausgeprägter Hang zur Geselligkeit könnte Robotern zu längerer Lebensdauer verhelfen. Entsprechende Versuche haben zwei dänische Forscher durchgeführt. Im Schwarm operierende Roboter sollen sich im Notfall gegenseitig mit Energie aushelfen und so ihre Arbeit beenden können - oder zumindest den Weg zur nächsten Ladestation schaffen. Über die Arbeit berichtet das Magazin “New Scientist” in seiner neuen Ausgabe.

Zwar mache die Entwicklung autonomer mobiler Roboter viele Anleihen bei Vögeln, Fischen und anderen schwarmbildenden Tieren, so Trung Dung Ngo und Henrik Schiøler von der Universität Aalborg. Dabei habe man sich jedoch auf bestimmte Verhaltensweisen konzentriert, deren energetische Grundlage jedoch vernachlässigt. Auch der flexibelste und geschickteste Roboter sei nutzlos, wenn ihm der Strom ausgehe.

Als mögliche Auswege werden das Ansteuern einer zentralen Ladestation, der Einsatz eines mobilen “Tankschiffs” und die Gewinnung von Energie aus aufgelesener organischer Materie diskutiert. Ngo und Schiøler streben dagegen eine dezentrale Ressourcenverteilung an: Jeder ihrer Laborroboter kann bis zu acht herkömmliche 9-Volt-Blöcke tragen. Geht dieser Vorrat zur Neige, ruft er andere Roboter mit mehr Reserven zur Stelle und dockt zwecks Batterieaustausch an sie an.

Diese Art dezentraler Selbsthilfe minimiere die Zeit, die statt für das Erledigen der eigentlichen Aufgabe für das Nachladen aufgewandt werden müsse, schreiben die Forscher im “International Journal of Advanced Robotic Systems”. Ihrer Ansicht nach können gesellige Roboter auch in weiterer Hinsicht im Vorteil sein. In rauem oder mit Schutt übersäten Gelände könnten sie regelrechte Seilschaften bilden und so ein Umkippen oder Festfahren einzelner Roboter verhindern. Und durch regen Datenaustausch könnten sie gemeinsam eine Karte einer unbekannten Umgebung erstellen.

Forschung: Trung Dung Ngo und Henrik Schiøler, Center for Indlejrede Software Systemer, Aalborg Universitet

Veröffentlichung International Journal of Advanced Robotic Systems, Vol. 3(4), pp 313-22

WWW:
New Scientist
Centre for Embedded Software Systems, Aalborg University
- Cooperative Mobile Robotics with Self-supported Energy

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