Atemtest auf Lungenkrebs
26. Februar 2007 |
Ein einfacher Atemtest kann Hinweise auf Tumoren in der Lunge liefern. Entsprechende Resultate einer kleinen Pilotstudie stellen amerikanische Mediziner im Fachblatt “Thorax” vor. Anhand flüchtiger Verbindungen im Atem konnten sie Lungenkrebs zumindest mit mäßiger Treffsicherheit erkennen.
“Lungenkrebs zeigt im Frühstadium häufig einen stummen Verlauf”, schreiben Peter Mazzalone von der Cleveland Clinic und seine Kollegen. Abgesehen von den häufigen Zufallsdiagnosen, werde die Erkrankung daher meist erst spät erkannt, wenn die Heilungschancen relativ gering seien. Umso nützlicher könne vielleicht ein preiswertes System für Reihenuntersuchungen sein.
Mazzone und Kollegen führten ihre Studie mit 21 gesunden Personen und mit 122 Patienten mit verschiedensten Lungenerkrankungen durch - darunter chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD), Lungenhochdruck und nicht-kleinzelliger Lungenkrebs. Die Forscher lenkten die von den Teilnehmern ausgeatmete Luft auf Plättchen mit 36 Farbstoff-Flecken und registrierten, ob und wie sich die einzelnen Flecken als Reaktion auf flüchtige Verbindungen verfärbten.
Die Mediziner nutzten die Messwerte von 70 Prozent der Teilnehmer, um typische Farbumschlag-Muster für gesunde und erkrankte Individuen zu bestimmen. Die Aussagekraft dieser Muster testeten sie an den Werten der übrigen Teilnehmer. Knapp drei Viertel der Patienten mit Lungenkrebs wurden anhand des Farbumschlags korrekt eingestuft. Allerdings schlug der Test auch bei einem Viertel jener Teilnehmer an, die an keiner Lungenerkrankung bzw. nicht an Lungenkrebs litten.
Forschung: Peter J. Mazzone und Tarek Mekhail, Department of Pulmonary, Allergy and Critical Care Medicine, The Cleveland Clinic, Cleveland, Ohio; und andere
Veröffentlichung Thorax, DOI 10.1136/thx.2006.072892
WWW:
The Cleveland Clinic
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