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Sex stört Werbung

21. Februar 2007 |

Fernsehwerbung wirkt schlechter, wenn sie im Umfeld von Sendungen mit sexuellem Inhalt platziert wird. Auf diesen Effekt deutet eine kleine Studie eines britischen Psychologen-Duos hin. Sahen die Teilnehmer eine Serie über das Liebesleben von Großstädterinnen, konnten sie sich hernach nur schlecht an Details aus den Werbepausen erinnern.

Wurde dagegen in den Werbeeinblendungen explizit mit Erotik gearbeitet, förderte dies lediglich die Aufnahmefähigkeit der männlichen Probanden, fanden Ellie Parker und Adrian Furnham vom University College London. Auf die weiblichen Probanden schienen solche Mittel eher abstoßend zu wirken, berichten die Forscher im Fachblatt “Applied Cognitive Psychology”.

Parker und Furnham führten ihr Experiment mit 60 jungen Männern und Frauen durch. Diese sahen eine Folge der Serie “Sex and the City” oder einer schrägen, aber harmlosen Familienkomödie - jeweils unterbrochen von verschiedenen Werbeeinblendungen. Nach der Vorführung wurden die Teilnehmer unter anderem nach den beworbenen Marken gefragt.

Offenbar hätten Sendungen sexuellen Inhalts einen besonders fesselnden oder aber störenden Einfluss auf die Zuschauer und beeinträchtigten so ihre Aufnahmefähigkeit für Reklame, so Furnham. “Interessanterweise ist so etwas bereits für Sendungen mit aggressivem Inhalt festgestellt worden.”

Forschung: Ellie Parker und Adrian Furnham, Department of Psychology, University College London

Veröffentlichung Applied Cognitive Psychology, DOI 10.1002/acp.1325

WWW:
Department of Psychology, University College London
Sex Sells
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