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Mittagsschlaf entlastet das Herz

13. Februar 2007 06:01

Ein Mittagsschläfchen erfrischt nicht nur den Geist, sondern schützt auch die Herzkranzgefäße. Entsprechende Resultate haben griechische Mediziner bei einer Studie mit über 23.000 Teilnehmern gewonnen. Hielten diese zumindest gelegentlich Siesta, wiesen sie ein 34 Prozent geringeres Risiko für einen tödlichen Herzinfarkt auf als jene, die das niemals taten.

Besonders ausgeprägt war der Effekt bei berufstätigen Männern, berichten die Forscher um Dimitrios Trichopoulos von der Universität Athen im Fachblatt “Archives of Internal Medicine”. Dieser Befund spreche für eine kausale Beziehung, nämlich “dass die Mittagsruhe bei gesunden Erwachsenen die koronare Sterblichkeit senkt, möglicherweise aufgrund ihrer Stress abbauenden Wirkung.”

Trichopoulos und Kollegen analysierten Daten von 23.681 griechischen Teilnehmern der europaweiten EPIC-Studie zum Zusammenhang von Ernährung und Krebs. Die Personen waren zwischen 20 und 86 Jahren alt und bei Studienbeginn frei von Herzkrankheiten und anderen schweren Erkrankungen. Im Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 6,3 Jahren starben 133 Teilnehmer am Herzinfarkt, darunter 85 Männer.

Unter Berücksichtigung von Risikofaktoren wie Ernährung und Bewegungsgewohnheiten schätzen die Mediziner, dass jene Teilnehmer, die mindestens dreimal wöchentlich eine halbe Stunde lang Siesta hielten, ein 37 Prozent geringeres Infarktrisiko aufwiesen. Gelegentliche Mittagsschläfchen gingen mit einem 12 Prozent geringeren Risiko einher. Zudem war bei den Männern ein unterschiedlich starker Effekt bei Berufstätigen und bei Nicht-Berufstätigen festzustellen. Bei den Frauen waren die Fallzahlen für eine solche Unterscheidung zu niedrig.

Forschung: Androniki Naska, Antonia Triochopoulou und Dimitrios Trichopoulos, Department of Hygiene and Epidemiology, University of Athens Medical School, und Department of Epidemiology, Harvard School of Public Health, Boston, Massachusetts; und andere

Veröffentlichung Archives of Internal Medicine, Vol. 167, pp 296-301

WWW:
Hygiene and Epidemiology, Uni Athen
- The Greek EPIC Cohort
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