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Eisstrahl gegen Flecken

Dienstag, 6. Februar 2007, 20:55 • Rubrik Technik.

Ob in Werkstätten oder Großküchen – wenn etwas daneben geht, landet es oft außerhalb der Reichweite von Schrubber und Reinigungsmaschine. Ein neues Mittel gegen derlei schwer zugängliche Flecken haben Krefelder Forscher entwickelt. Mit einem Strahl feiner Eispartikel lösen sie die Verunreinigungen vom Untergrund und spülen sie gleichzeitig weg.

Mehr als die Hälfte der Oberflächen aus Metall, Keramik, Glas und Kunststoff seien mit den üblichen Reinigungsgeräten nicht erreichbar, so die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AIF) in einer Mitteilung. Hinzu komme, dass Chemikalien, Gummiabrieb und Produktionsreste oftmals hartnäckige Flecken erzeugten.

Solchem Problemschmutz wollen die Forscher vom wfk-Forschungsinstitut für Reinigungstechnologie in Krefeld nun an den Kragen. Ihr Verfahren arbeitet mit etwa zwei Millimeter großen Eispartikeln, die mit Druckluft auf die zu reinigende Unterlage geblasen werden. Druck und Eismenge lassen sich den Erfordernissen und der Oberfläche anpassen, auch können Reinigungsstoffe in den Eisstrahl eingebracht werden.

Erste praxisnahe Tests hätten ergeben, dass der Eisstrahl eine gute Reinigungswirkung bei geringeren Kosten erziele, so das AIF weiter. Bei etwa gleichem Energiebedarf komme das Verfahren mit 55 Litern Wasser pro Stunde aus – rund 90 Prozent weniger als beim Einsatz von Wasserstrahl-Hochdruckreinigern. Im Gegensatz zu Verfahren auf Basis von Kohlendioxid könne es auch in abgeschlossenen Räumen eingesetzt werden, und anders als beim Sand- oder Salzstrahlen würden empfindliche Oberflächen durch die relativ weichen Eiskristalle nicht beschädigt. Das Einsparpotenzial für die Gebäudereinigungsbranche betrage schätzungsweise 100 Millionen Euro pro Jahr.

Forschung: wfk-Forschungsinstitut für Reinigungstechnologie, Krefeld

WWW:
wfk-Forschungsinstitut für Reinigungstechnologie, Krefeld

Lesen Sie dazu im Scienceticker:
Hartnäckige Desinfektionsmittel im Klärschlamm


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