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Archiv für: Januar, 2007

Kernklau im Plankton

Wer eine fremde Maschine betreiben will, tut gut daran, zunächst den Umgang damit zu erlernen. Einfacher macht es sich ein räuberischer Einzeller im Meeresplankton, haben amerikanische Biologen entdeckt. Hat sich das Wimperntierchen eine Algenzelle einverleibt, lässt es neben den Chloroplasten auch den Zellkern der Beute intakt – und kann so zusätzliche Sonnenenergie gewinnen.

Schattenspiel offenbart Titan-Winde

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Kosmische Schattenspiele haben einer internationalen Forschergruppe neue Einblicke in die turbulente Gashülle des Titan ermöglicht. Der Saturnmond hatte sich im November 2003 zweimal vor Sterne geschoben. Aus deren Verlöschen und Wiederauftauchen konnten die Forscher auf die Gestalt der Titan-Atmosphäre und der darin vorherrschenden Winde schließen.

Afrikanisches Erbgut bei britischen Eingeborenen

Schon vor vielen Jahrhunderten lebten Afrikaner in Britannien. Die älteste genetische Spur dieser Menschen hat eine europäische Forschergruppe entdeckt. Im Erbgut alteingesessener Engländer stießen die Genetiker auf ein westafrikanisches Geschlechtschromosom, das vor spätestens 250 Jahren in den Stammbaum gelangt sein muss.

Forscher: Lernen könnte Alzheimer bremsen

Wer sein Gehirn auf Trab hält, könnte damit aktiv gegen die Alzheimersche Krankheit anarbeiten. Darauf deuten Versuche mit genetisch veränderten Mäusen hin, die amerikanische Neurowissenschaftler angestellt haben. Absolvierten die Tiere wiederholt ein Gedächtnistraining, entwickelten sie bis zu einem gewissen Alter schwächere Symptome der Erkrankung.

Mikrowelle dekontaminiert Schwämme

Küchenschwämme bergen Millionen von Mikroben und sollten daher regelmäßig ausgetauscht werden. Eine Alternative haben amerikanische Forscher getestet: Eine kurze Behandlung in der Mikrowelle inaktiviert demnach den größten Teil der Bakterien, Viren und Protozoen in den Schwämmen.

Alkoholiker verpassen Pointen

Humor bedeutet harte Arbeit für das Gehirn – verlangt er doch ein Hineinversetzen in Denken und Fühlen anderer Menschen. Eben diese Fähigkeit ist bei fortgesetztem Alkoholmissbrauch gestört, zeigen Versuche einer Bochumer Neurowissenschaftlerin. Die von ihr untersuchten Alkoholiker konnten Witze nur schlecht zu Ende bringen und fanden die Pointen weniger witzig als gesunde Kontrollpersonen.

Mais kartiert Abgasfahnen

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Ein paar Maisblätter genügen, um sich einen Überblick über den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu verschaffen. Eine entsprechende Technik stellen amerikanische Forscher im Fachblatt “Geophysical Research Letters” vor. Da Erdgas, Erdöl und Kohle nur wenig schweren Kohlenstoff enthalten, nehmen Pflanzen in einer Abgasfahne relativ leichtes Kohlendioxid auf.

Deutschland wird von der Sonne getaktet

Das morgendliche Klingeln des Weckers trifft die Menschen im Osten Deutschlands etwas weniger hart als die im Westen. Diesen Schluss legen Untersuchungen eines internationalen Forschertrios nahe. Von Auf- und Untergang der Sonne getaktet, beginnt und endet die biologische Nachtphase in Görlitz eine gute halbe Stunde früher als in Aachen.

“Gehörnte” Fische werden Kannibalen

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Zu drastischen Mitteln greift ein kleiner indonesischer Fisch, wenn er sich seiner Vaterschaft nicht völlig sicher sein kann. Ein kanadisch-amerikanisches Forschertrio hat ermittelt, dass die Männchen mitunter ihre eigene Brut fressen. Das tun sie umso eher, je mehr potenzielle Trittbrettfahrer beim Ablaichen anwesend waren.

Lungenkrebs am Auswurf erkennen

Aus der Lunge abgehusteter Schleim kann frühzeitig Hinweise auf eine Krebserkrankung liefern. Entsprechende Hinweise präsentieren amerikanische Pathologen im Fachblatt “Clinical Cancer Research”. Anhand der im Auswurf enthaltenen Zellen konnten sie 76 Prozent der Patienten identifizieren, die einen bestimmten Typ von Lungenkrebs aufwiesen.

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