Flugasche gegen Karnickel
Montag, 18. Dezember 2006, 7:47 • Rubrik Chemie, Ernährung.
Kaninchen vergeht der Appetit auf Getreidepflanzen, wenn man Flugasche auf den Feldern ausbringt. Das haben britische Forscher ermittelt. Das in der Asche enthaltene Silikat sorgt dafür, dass sich die Tiere an den Pflanzen förmlich die Zähne ausbeißen.
Flugasche entsteht in Kraftwerken und anderen Verbrennungsanlagen. Je nach Quelle, enthält sie neben Mineralien nur wenige Schadstoffe und wird zur Herstellung von Beton oder Dämmmaterialien eingesetzt. Die Anwendung im Pflanzenschutz sei besonders attraktiv, weil das Regelwerk für die Zulassung von Pestiziden in diesem Falle nicht greife, schreibt die Society of Chemical Industry in ihrem Magazin “Chemistry & Industry”.
Bei ihren Gewächshausversuchen behandelten die Forscher um David Cowan vom staatlichen Central Science Laboratory in York Weizenpflanzen mit Flugasche. Das in der Asche enthaltene Silikat wurde von den Pflanzen aufgenommen und in Form feiner Mineralnadeln auf bzw. in den Blättern deponiert. Fraßen Kaninchen an derart “gepanzerten” Pflanzen, wurden ihre Zähne und ihr Verdauungssystem angegriffen.
Verglichen mit unbehandelten Pflanzen, sank der Fraß an dem Flugasche-Weizen um mehr als die Hälfte, berichten die Forscher im Fachblatt “Pest Management Science”. Auf die Getreidekörner wirke sich die Behandlung jedoch nicht aus.
Forschung: David Cowan, Wildlife Ecology and Management, Central Science Laboratory, York; und andere
Veröffentlichung Pest Management Science, DOI 10.1002/ps.1302
WWW:
Central Science Laboratory
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Grass Leaf Silification Against Herbivores
Chemistry & Industry
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