Springspinne jagt Malaria-Moskitos
27. Dezember 2006
Als ausgesprochene Feinschmeckerin hat sich eine in Ostafrika heimische Springspinne entpuppt. Ein Forscherduo aus Neuseeland und Kenia hat entdeckt, dass die Spinne nicht nur mit Blut vollgesogene Stechmücken als Beute bevorzugt. Unabhängig davon, erlegt sie am liebsten Vertreter der Gattung Anopheles, den Überträgern der Malaria. Lesen
“Wandelnde Blätter” sind lebende Fossilien
27. Dezember 2006
Insekten, die sich als Blätter tarnen, gibt es seit mindestens 47 Millionen Jahren. Das belegt ein fossiler Fund aus der Grube Messel nahe Darmstadt. Das Insekt hat große Ähnlichkeit mit bereits früher entdeckten fossilen Laubblättern aus derselben Fundstelle. Dies zeige, dass das Imitieren von Laubblättern eine überraschend alte Evolutionsstrategie sei, schreiben Forscher aus Göttingen und Bonn in einem Beitrag für die “Proceedings of the National Academy of Science” (PNAS).

Das Fossil im Vergleich zu einem heutigen Wandelnden Blatt. Bild: Uni Bonn
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Riesiger Sauropode in Spanien entdeckt
22. Dezember 2006
Die fossilen Überreste eines bereits 2004 in Spanien entdeckten Sauropoden beweisen, dass auch in Europa vor 150 Millionen Jahren riesige Pflanzenfresser lebten: Knochen, die nahe des ostspanischen Riodeva ausgegraben wurden, gehörten einem 30 bis 37 Meter langen Tier. Das legt die jetzt veröffentlichte Analyse spanischer Paläontologen nahe. Vergleichbare Saurier wurden bisher nur in Nordamerika und Afrika gefunden.

Rekonstruktion des spanischen Sauropoden. Quelle: Science/ Illustration: Carin L. Cain
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Mehrere Wege zu Mehrfachsystemen
21. Dezember 2006
Viele Sterne ziehen nicht allein durchs All, sondern haben einen oder mehrere Begleiter. Solche Mehrfachsysteme können auf unterschiedliche Arten entstehen, lassen neue Beobachtungen eines taiwanisch-japanischen Astronomenduos vermuten. Einige werden bereits als Mehrlinge geboren, andere fangen sich nachträglich ein Geschwisterchen ein.

So könnte das Dreifachsystem L1551 IRS5 entstanden sein: In einem großen Ausgangswirbel bilden sich die beiden Protostern-Zwillinge samt eigenen Wirbeln, einer der beiden fängt sich später einen kleineren Protostern samt Wirbel ein. Grafik: Bill Saxton, NRAO/AUI/NSF Lesen
Wie Papier aus dem Leim geht
21. Dezember 2006
Die Einlagerung von Wasser könnte dazu beitragen, dass Papier im Laufe der Zeit an Festigkeit verliert. Entsprechende Resultate präsentiert eine italienisch-französische Forschergruppe im Fachblatt “Physical Review Letters”. Je älter Papier ist, desto größere, mit Wasser gefüllte Poren finden sich zwischen den einzelnen Fasern. Lesen
Schnuppern unter Wasser
20. Dezember 2006
Einige Säugetiere können unter Wasser schnuppern, auch ohne ihre Nasenhöhle zu fluten. Entsprechende Beobachtungen präsentiert ein amerikanischer Biologe im Magazin “Nature”. Der ebenso einfache wie elegante Trick: Die Tiere atmen eine kleine Luftblase gegen das zu untersuchende Objekt und saugen sie rasch wieder in die Nase zurück.

Beim Sternmull fangen sich die ausgeatmeten Luftblasen zwischen den Tastfortsätzen an der Schnauzenspitze. Foto: Ken Catania Lesen
Eisstrom beschleunigt im Gezeitenrhythmus
20. Dezember 2006
Der Eispanzer der Antarktis reagiert empfindlich auf den Gezeitenzyklus, hat ein britischer Forscher entdeckt. Indem Ebbe und Flut im 14-tägigen Rhythmus stärker und wieder schwächer werden, steigert ein westantarktischer Eisstrom seine Fließgeschwindigkeit und bremst wieder ab. Lesen
Keine Magenmühle bei Riesen-Dinosauriern
20. Dezember 2006
Die massigsten Landbewohner aller Zeiten hatten ein nicht minder schwer wiegendes Verdauungsproblem. Zu diesem Schluss kommen Tübinger und Bonner Paläontologen nach Versuchen auf einer Straußenfarm. Demnach scheinen die Dinosaurier aus der Gruppe der Sauropoden ihre pflanzliche Kost nicht mit Mühlsteinen im Magen zermalmt zu haben.

Strauße auf einer Farm bei Remagen wissen das Angebot an Mühlsteinen durchaus zu schätzen. Foto: Dr. Oliver Wings Lesen
Hunderte planetarischer Nebel entdeckt
19. Dezember 2006
Sterne kleineren Kalibers produzieren am Ende ihres Lebens farbenprächtige, glühende Gaswolken. Die Entdeckung von mehreren Hundert solcher planetarischer Nebel vermeldet nun eine internationale Astronomengruppe. Ihre Beobachtungen erlauben neue Einblicke in den Aufbau der Milchstraße - und helfen bei der Klärung eines rätselhaften Masseschwundes.

Einer der komplexesten planetarischen Nebel, NGC 6543, wird nicht von ungefähr auch als Katzenaugen-Nebel bezeichnet. Bild: Bruce Balick & Jeanine Wilson, University of Washington; Arsen R. Hajian, U.S. Naval Observatory; J. Patrick Harrington, University of Maryland; Kazimierz J. Borkowski, North Carolina State University; George Jacoby, NOAO; NASA Lesen
Buntes Treiben in der Luft
19. Dezember 2006
Was die mikrobielle Vielfalt betrifft, kann es die Luft mit so manchem Boden aufnehmen. Das haben amerikanische Forscher im Rahmen einer systematischen Studie in zwei texanischen Großstädten ermittelt. Auf Basis ihrer Messungen schätzen sie, dass die dortige Luft zwischen 1.500 bis 1.800 Typen von Mikroben enthielt. Lesen



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