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Mehr Süßes, höheres Risiko für Krebs der Bauchspeicheldrüse

9. November 2006 |

Wer seine Bauchspeicheldrüse immer wieder zu Höchstleistungen antreibt, erkrankt nicht nur mit höherer Wahrscheinlichkeit an Diabetes. Schwedische Forscherinnen haben ermittelt, dass auch das Risiko für eine Krebserkrankung des Organs mit dem Konsum von gesüßten Limonaden, Kaffee und Fruchtzubereitungen steigt.

Die Resultate ständen im Einklang mit der Hypothese, laufend erhöhte Blutzuckerspiegel und die damit einhergehende Insulinausschüttung begünstigten die Entartung von Zellen in der Bauchspeicheldrüse, erläutert Susanna Larsson vom Karolinska Institutet, Stockholm. “Die Chancen, an Krebs der Bauchspeicheldrüse zu erkranken, sind zwar relativ gering”, so die Forscherin. Da dieser Krebs meist erst spät entdeckt werde und dann kaum heilbar sei, “ist es jedoch umso wichtiger, dass wir lernen, ihn zu vermeiden.”

Larsson und Kolleginnen analysierten die Daten von knapp 78.000 schwedischen Frauen und Männern, die im Jahr 1997 einen ausführlichen Fragebogen zu ihrer Ernährung ausgefüllt hatten. In den folgenden 7,2 Jahren wurde bei 131 Teilnehmerinnen und Teilnehmern Krebs der Bauchspeicheldrüse diagnostiziert. Jene, die täglich mehr als zwei gesüßte Softdrinks tranken, wiesen demnach ein 93 Prozent höheres Erkrankungsrisiko auf als jene, die solche Getränke selten konsumierten.

Solche Teilnehmer, die mindestens fünfmal täglich Kaffee mit Zucker tranken oder mindestens einmal täglich gesüßtes Fruchtkompott aßen, waren ebenfalls häufiger betroffen als zu erwarten. In diesen Fällen lag die Wahrscheinlichkeit, dass die Resultate auf zufälligen Schwankungen beruhten, jedoch knapp über 5 Prozent - jener Schwelle, unterhalb derer üblicherweise von einem statistisch signifikanten Ergebnis ausgegangen wird.

Forschung: Susanna C. Larsson und Alicja Wolk, Division of Nutritional Epidemiology, National Institute of Environmental Medicine, Karolinska Institutet, Stockholm; Leif Bergkvist, Department of Surgery und Centre for Clinical Research, Central Hospital, Västerås

Veröffentlichung American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 84(5), pp 1171-6

WWW:
Nutritional Epidemiology, Karolinska Institutet
Deutsche Krebshilfe
- Bauchspeicheldrüsenkrebs

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