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Hirntraining mit Rückkopplung

25. Oktober 2006 |

Menschen können lernen, die Tätigkeit einzelner Gehirnregionen zu kontrollieren. Das zeigen die Versuche zweier Tübinger Neurowissenschaftler. Möglicherweise könnte ein entsprechendes Training bei psychischen Störungen oder kaum gebändigten Trieben helfen, schreibt das Magazin “New Scientist” in seiner neuen Ausgabe.

Mit Hilfe der Magnetresonanztomographie kartierten Niels Birbaumer und Ranganatha Sitaram von der Universität Tübingen die Gehirnaktivität ihrer Versuchsteilnehmer. Die Aktivität in einer ausgewählten Hirnregion stellten sie auf einem Bildschirm in Form eines Thermometers dar. Im Laufe der Zeit lernten die Teilnehmer, die “Temperatur” und damit die Hirnaktivität zu beeinflussen.

Nach vier Sitzungen konnten die Versuchsteilnehmer beispielsweise die Aktivität der Insula erhöhen oder senken, einer an der Kontrolle des inneren Zustands des Körpers beteiligten Region. Wurden ihnen währenddessen neutrale oder verstörende Bilder gezeigt, bewerteten sie diese deutlich unterschiedlich, berichteten die Forscher kürzlich auf einer Fachtagung in Atlanta.

Erste Versuche an drei psychisch gestörten Straftätern ließen vermuten, dass diese Technik eine abnorme Gehirnaktivität wieder in geregelte Bahnen lenken kann, so das Magazin. Zumindest eine dieser Personen habe ihre niedrige Insula-Aktivität nach dem Training gezielt erhöhen können.

Forschung: Niels Birbaumer und Ranganatha Sitaram, Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie, Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Präsentation Neuroscience 2006, 36th Annual Meeting of the Society for Neuroscience; # 164.10/AA2

WWW:
New Scientist
Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie, Uni Tübingen
Biofeedback
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