Hergestellt: Das Bucky-Ei
29. September 2006 |
Die Herstellung eines eiförmigen Kohlenstoffmoleküls vermelden eine amerikanische Chemikerin und ihre Kollegen. Ihr “Bucky-Ei” besteht aus 84 Kohlenstoffatomen, birgt einen metallenen Dotter und weist eine Struktur auf, die es eigentlich nicht geben sollte.

Das Bucky-Ei birgt in seinem Innern einen ‘Dotter’ aus Terbiumnitrid. Grafik: Christine Beavers, UC Davis
“Das war eine absolute Überraschung”, erklärt Christine Beavers von der University of California in Davis. Zuerst habe sie an einen Messfehler gedacht. Weitere Untersuchungen hätten jedoch die ungewöhnliche Struktur des Bucky-Eis bestätigt. Damit eröffne sich ein breiter Spielraum für unterschiedliche Varianten des Moleküls und eventuelle Anwendungen, schreiben die Forscherin und ihre Kollegen im “Journal of the American Chemical Society”.
Das Bucky-Ei erhielt seinen Namen in Anlehnung an das berühmte Buckminsterfulleren. Auch als Buckyball bezeichnet, besteht dieses kugelförmige Molekül aus 60 Kohlenstoffatomen, die wie die Lederflicken eines Fußballs in Fünf- und Sechsecken angeordnet sind. Die Fünfecke berühren sich beim C60 und seinen Verwandten typischerweise nicht, weil dies das Bindungsgerüst zu sehr unter Spannung setzen würde.
Anders dagegen bei dem Bucky-Ei. Die Röntgenstrukturanalyse ergab, dass am spitzen Ende des Moleküls zwei Fünfecke eine gemeinsame Kante besitzen. In den Kohlenstoffkäfig eingeschlossen ist zudem ein Molekül Terbiumnitrid. Eines von dessen drei Terbiumatomen kommt in der Spitze des Eis zu liegen und könnte auf diese Weise das Fünfeck-Paar stabilisieren.
Forschung: Christine M. Beavers und Alan L. Balch, Department of Chemistry, University of California, Davis; Harry C. Dorn, Department of Chemistry, Virginia Polytechnic Institute and State University, Blacksburg; und andere; Veröffentlichung im “Journal of the American Chemical Society”, 128(35), pp 11352-3, DOI 10.1021/ja063636k
WWW:
The Balch Group
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