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Ultraschall bändigt Bandscheiben

28. September 2006 |

Ultraschall könnte vielleicht einmal zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen eingesetzt werden. Eine entsprechende Technik hat ein schwedischer Mediziner entwickelt. Dabei wird die Bandscheibe durch stark fokussierte Ultraschallwellen erhitzt, sodass ihre Kollagenfasern regelrecht gerinnen und sich zusammenziehen.

Auf diese Weise lasse der Druck nach, den die vorgewölbte Bandscheibe auf die umliegenden Nerven ausübe, erklärt Johan Persson von der Universität Lund. Die Methode sei vor allem für solche Bandscheibenvorfälle geeignet, bei denen der gallertartige Bandscheiben-Kern die faserige Außenhülle noch nicht vollständig durchbrochen habe.

Persson entwickelte die Grundlagen der Technik im Rahmen seiner Doktorarbeit. Nach erfolgreichen Laborversuchen und Modellrechnungen wird sie nun in einer internationalen Studie erprobt. Laut Perssons Doktorvater Björn Strömqvist deuten die bisherigen Resultate darauf hin, dass zwei von drei Bandscheiben-Patienten mit Ultraschall geholfen werden kann.

Forschung: Johan K. Persson und Björn Strömqvist, Avdelningen för Ortopedi, Medicinska fakulteten, Lunds universitet

WWW:
Orthopädie, Universität Lund
Knackpunkt Bandscheibe
Bandscheibenvorfall
Medizinische Ultraschalltherapie

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