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Mediziner: Saft könnte vor Alzheimer schützen

31. August 2006 |

Safttrinker erkranken mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit am Morbus Alzheimer. Das haben amerikanischer Mediziner bei einer Studie mit über 1.800 Teilnehmern ermittelt. Dabei wiesen jene Teilnehmer, die pro Woche mindestens dreimal Obst- oder Gemüsesaft tranken, ein um 76 Prozent verringertes Erkrankungsrisiko auf.

Nach Ansicht von Qi Dai von der Vanderbilt University in Nashville könnte der Zusammenhang vor allem auf die im Saft enthaltenen Polyphenole zurückgehen. Diese Moleküle seien in der Lage, im Gehirn aggressive Sauerstoffverbindungen abzufangen und so die Nervenzellen vor Schäden zu schützen. Der Mediziner und seine Kollegen präsentieren ihre Resultate im “American Journal of Medicine”.

Für ihre Studie analysierten die Forscher Daten von 1.836 aus Japan stammenden Einwohnern des Großraums Seattle. Diese wiesen zu Beginn der Studie keinerlei Zeichen einer Demenz auf und absolvierten über einen Beobachtungszeitraum von zehn Jahren regelmäßig Tests der geistigen Leistungsfähigkeit. Zudem hatten alle Auskunft über ihre Ernährungsgewohnheiten gegeben.

Besonders ausgeprägt war die Verbindung zwischen Saftkonsum und Alzheimer-Risiko bei jenen Teilnehmern, die eine bestimmte Variante eines Apolipoprotein-Gens trugen oder sich wenig bewegten. Umgekehrt schienen der Teekonsum und die Aufnahme der Vitamine C und E mit der Nahrung kaum Einfluss auf das Erkrankungsrisiko zu haben. Dai und Kollegen wollen nun untersuchen, ob bestimmte Saftarten mit einer besonders starken Risikosenkung einhergehen.

Forschung: Qi Dai, Division of General Internal Medicine and Public Health, Department of Medicine, Vanderbilt University, Nashville, Tennessee; Amy R. Borenstein, Department of Epidemiology and Biostatistics, College of Public Health, University of South Florida, Tampa; und andere; Veröffentlichung American Journal of Medicine, Vol. 119(9), pp 751-9, DOI 10.1016/j.amjmed.2006.03.045

WWW:
Department of Medicine, Vanderbilt University
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