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Ein Raumanzug für alle Fälle

26. Juli 2006 | Druckversion

Den Raumanzug für wirklich alle Fälle haben amerikanische Tüftler entwickelt. Wie das Magazin “New Scientist” in seiner neuen Ausgabe berichtet, erzeugt der Anzug nicht nur seinen eigenen Strom. Er stopft auch selbsttätig kleinere Lecks.

Entwickelt wird der Anzug von der Firma ILC Dover im US-Bundesstaat Delaware. Seine äußere Schicht ist mit biegsamen Solarzellen auf Basis von Silizium und elektrisch leitfähigen Kunststoffen gespickt. Für den Anzugträger schädliche kosmische Strahlung wird dagegen von einer Schicht aus Polyethylen absorbiert.

Schutz gegen mechanische Schäden bietet ein Polymergel, das zwischen zwei dünnen Plastikschichten eingeschlossen ist. Werden diese Schichten von einem Mikrometeoriten durchschlagen, quillt das Gel hervor und verschließt bis zu zwei Millimeter große Löcher. Größere Lecks werden von einem “Nervensystem” aus feinen Drähten registriert, das im Zweifelsfall Alarm schlägt.

Das Material sei bestens geeignet für die von US-Präsident George Bush beschlossene Rückkehr der NASA zum Mond, so David Cadogon, einer der Entwickler, gegenüber dem Magazin. Darüber hinaus könne es auch als Hülle für aufblasbare Mondbasen oder Raumstationen eingesetzt werden. Erst kürzlich hatte die Firma Bigelow Aerospace mit ihrem “Genesis-1″ ein solches aufblasbares Modul in die Erdumlaufbahn gebracht.

Forschung: ILC Dover, Frederica, Delaware

WWW:
New Scientist
ILC Dover
Bigelow Orbital Module Launched into Space

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