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Staub bremst Sterne

Dienstag, 25. Juli 2006, 10:50 • Rubrik Astronomie.

Ob sich eine wirbelnde Gasmasse zu einem Stern verdichten kann, scheint auch von der richtigen Portion Sand im Getriebe abzuhängen. Entsprechende Resultate präsentieren eine amerikanische Astronomin und ihre Kollegen im “Astrophysical Journal”. Myriaden winziger Staubkörnchen können die Rotation demnach auf sterntaugliches Maß reduzieren.

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Grafik: NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (SSC)

Angehende Sterne drehten sich so rasch um die eigene Achse, dass sie sich aufgrund der resultierenden Fliehkraft niemals zu einer Sonne zusammenziehen könnten, erläutert Luisa Rebull vom Spitzer Science Center der NASA im kalifornischen Pasadena. “Wir wussten, dass irgendetwas diese Sterne im Zaum halten muss.”

Eine mögliche Bremse wird schon seit geraumer Zeit in den großen Scheiben aus Gas und Staub vermutet, die junge Sterne umgeben und in denen im Laufe der Zeit Planeten heranwachsen können. Über das stellare Magnetfeld als Kupplung, sollten solche Scheiben auf rasch rotierende Sterne wirken wie Honig auf Schiffsschrauben.

Um diese Vermutung zu überprüfen, richteten Rebull und Kollegen das Weltraumteleskop Spitzer auf eine bekannte Brutstätte neuer Sterne, den Orionnebel. Bei knapp 500 Sternen fahndeten sie nach einem “Überschuss” an Infrarotstrahlung als Hinweis auf große Staubmengen. Tatsächlich entdeckten sie dieses Glimmen bei gemächlich rotierenden Sternen fünfmal häufiger als bei solchen mit rascher Eigendrehung.

“Wir können nun sagen, dass Scheiben zumindest in dieser Region eine Rolle beim Abbremsen von Sternen spielen”, formuliert Rebull. Damit sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass andere Faktoren wie starke Sternwinde oder ausgewachsene Planeten ebenfalls bremsend wirkten. “Je nach ihrer Umgebung könnten sich Sterne völlig unterschiedlich verhalten.”

Forschung: Luisa M. Rebull und John R. Stauffer, Spitzer Science Center, California Institute of Technology, Pasadena; und andere; Veröffentlichung in “Astrophysical Journal”, Vol. 646, pp 297-303

WWW:
Homepage Luisa Rebull
Spitzer
Orionnebel

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Strahlungsfeste Planetenentstehung


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