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Steigungen schrecken Elefanten

24. Juli 2006 |

Foto: Elefant, Vegetation, im Hintergrund ein Berghang Elefanten vermeiden es möglichst, ihre Körpermasse auch nur leichte Steigungen emporzuwuchten. Das zeigen Karten von Elefanten-Wanderrouten, die ein internationales Forschertrio im Fachblatt “Current Biology” vorstellt. Auch die Aussicht auf üppiges Grün vermag die Kolosse demnach nicht auf Hügel zu locken.

Foto: Save the Elephants

Offensichtlich sähen Elefanten und andere massige Tiere ihre Umgebung mit anderen Augen als Tiere mit geringeren Körpermassen, folgern Jake Wall von der Naturschutzorganisation “Save the Elephants” und von der Queen’s University im kanadischen Kingston und seine Kollegen. Der Grund dafür dürfte im schieren Energieaufwand liegen: Um 100 Meter Höhendifferenz überwinden zu können, müsse ein 4-Tonnen-Elefant eine halbe Stunde lang fressen.

Während Elefanten und ihre Bewegungen früher meist nur stichprobenartig aus der Luft verfolgt werden konnten, erlauben mit GPS-Empfängern und Mobilfunk ausgestattete Kragen seit einiger Zeit eine lückenlose Überwachung. Mit Hilfe solcher Kragen verfolgten Wall und Kollegen das Treiben von Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) im Norden Kenias.

Dabei ergab sich ein klarer Zusammenhang zwischen Topographie und Verhalten: Je steiler das Terrain, desto seltener waren dort Elefanten zu finden. Besonders deutlich zeigte sich dies an einem rund 300 Meter über die Landschaft ragenden Hügel: Obwohl die dortige Vegetation in der Trockenzeit merklich üppiger war als in der Umgebung, wurde er von den Elefanten vollständig gemieden.

Auch das Verletzungs- und Überhitzungsrisiko dürften zu der Abneigung gegenüber Steigungen beitragen, vermuten Wall und Kollegen. Ihrer Ansicht nach werden die Wanderungen der Elefanten von der Geländeform ebenso geprägt wie von Bodenfeuchte, Dichte der Vegetation und anderen Faktoren. Bei der Planung von Schutzmaßnahmen müsse dies berücksichtigt werden.

Forschung: Jake Wall und Iain Douglas-Hamilton, Save the Elephants, Nairobi, und Department of Geography, Queen’s University, Kingston; Fritz Vollrath, Mpala Research Centre, Nanyuki, und Department of Zoology, University of Oxford; Veröffentlichung in “Current Biology”, Vol. 16, 25. Juli 2006, R527-9

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Save the Elephants
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