Mehr Menschen am Meer
19. Juli 2006 |
Im Jahr 2025 werden etwa 2,75 Milliarden Menschen in den Küstenregionen der Erde leben und mit steigenden Meeresspiegeln zu kämpfen haben. Das schätzen amerikanische Forscher auf Basis jüngerer Bevölkerungsentwicklungen. Gegenüber 1995 entspricht dies einem Anstieg um mehr als ein Drittel.
Andere Gebiete werden dagegen in den kommenden Jahren einen Teil ihrer Einwohner verlieren, prognostizieren Stuart Gaffin von der New Yorker Columbia University und seine Kollegen. Dazu gehören unter anderem Teile Ost- und Südeuropas sowie Regionen, deren Bevölkerung bislang relativ rasch gewachsen war - etwa Nepal, Kambodscha oder Indonesien.
Die von Gaffin und seinen Kollegen erstellte Weltkarte zeigt eine mögliche Bevölkerungsverteilung für das Jahr 2025. Für ihre Prognose unterteilten die Forscher die Landoberfläche in rund neun Millionen, jeweils 2,5 Bogenminuten breite und lange Zellen. Dann schätzten sie anhand der Veränderungen der Einwohnerzahlen in den Jahren 1990 bis 1995 die zukünftige Entwicklung ab. Dabei diente ihnen eine weniger hoch auflösende Prognose der Vereinten Nationen als Richtschnur.
“Wir haben bereits eine recht genaue Vorstellung davon, wie die Bevölkerung einzelner Länder sich in den kommenden Jahren verändern könnte”, erklärt Gaffin. Die neue Karte könne helfen, künftige sozio-ökonomische und ökologische Probleme besser vorherzusagen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Forschung: Lee Hachadorian und Stuart R. Gaffin, Center for Climate Systems Research, Earth Institute, Columbia University, New York, und Robert Engelman, Population Action International, Washington, D.C.
WWW:
Columbia Center for Climate Systems Research
Population Action International
- Mapping the Future
United Nations Population Division
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