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Molekulare Fossilien früher Leistungsträger

2. Juni 2006 |

Vor rund 2,2 Milliarden Jahren stieg der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre rasch an. Doch schon deutlich früher wussten Lebewesen mit dem reaktionsfreudigen Element umzugehen, bestätigt eine Untersuchung australischer und amerikanischer Forscher. Die chemische Hinterlassenschaft solcher Organismen findet sich demnach in über 2,4 Milliarden Jahre altem Gestein.

Die neuen Resultate belegten, dass in einigen Habitaten der urzeitlichen Erde bereits vor der “Großen Oxidation” nennenswerte Mengen von Sauerstoff vorhanden gewesen seien, schreibt die Gruppe um Adriana Dutkiewicz von der University of Sydney im Fachblatt “Geology”.

Die Forscherin und ihre Kollegen untersuchten etwa 2,45 Milliarden Jahre altes Gestein aus der Region der Großen Seen in Kanada. In den Proben fanden sie winzige Einschlüsse, die neben Kohlendioxid, Methan und Wasser auch fluoreszierende Öltröpfchen enthielten. Mit großem Aufwand eine moderne Kontamination vermeidend, konnten sie diese Tröpfchen isolieren und genauer analysieren.

Neben einer Reihe anderer Kohlenwasserstoffe enthält die ölige Masse demnach Hopane und Methylhopane sowie Sterane. Erstere gehen auf den Stoffwechsel von Cyanobakterien zurück, den Pionieren der Sauerstoff freisetzenden, oxygenen Photosynthese. Letztere entstehen dagegen aus Steroiden, wie sie von Algen und anderen Organismen mit einem echten Zellkern in Gegenwart von Sauerstoff gebildet werden. Einige Forscher sind sogar der Ansicht, dass die Entwicklung dieser Eukaryonten eng an die Fähigkeit zur Sauerstoffatmung geknüpft war.

Forschung: Adriana Dutkiewicz, School of Geosciences, University of Sydney; Herbert Volk und Simon C. George, CSIRO Petroleum, North Ryde; und andere

Veröffentlicht in Geology, Vol. 34(6), pp 437-40, DOI 10.1130/G22360.1

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