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Archiv für: Juni, 2006

Leichte Zigaretten erleichtern die Sucht

Wer “leichte” Zigaretten raucht, kommt schwieriger vom Tabak los. Das haben eine amerikanische Medizinerin und ihre Kollegen ermittelt. Demnach scheinen viele Raucher nur deshalb nicht mit dem Rauchen aufzuhören, weil sie Zigaretten mit niedrigem Nikotin- bzw. Kondensatgehalt als weniger gesundheitsschädlich ansehen.

Ungeahnte Vielfalt im Blätterdach

Die Blätter der Pflanzen fungieren nicht nur als biologische “Solarzellen”, ihre Oberfläche stellt auch einen Lebensraum von immensen Ausmaßen dar. Brasilianische und amerikanische Forscher haben nun versucht, die mikrobielle Vielfalt in diesem Lebensraum zu schätzen. Allein in den Küstenregenwäldern Brasiliens könnten demnach bis zu 13 Millionen unbekannte Arten von Bakterien leben.

Forscher: Handynutzer fahren wie Betrunkene

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Wer am Steuer telefoniert, fährt ähnlich unsicher wie unter Alkoholeinfluss. Das haben amerikanische Forscher bei simulierten Fahrten mit 40 Probanden ermittelt. Dabei spielte es keine Rolle, ob sich ihre Versuchsteilnehmer das Mobiltelefon ans Ohr hielten oder eine Freisprecheinrichtung nutzten.

Mangroven als Kohlenstoffpumpe

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Mangroven fungieren im Kohlenstoffkreislauf der Erde als eine Art Turbolader. Das zeigen Untersuchungen, die eine deutsch-amerikanische Forschergruppe vor Brasilien durchgeführt hat. Obschon Mangrovenwälder kaum 0,1 Prozent der Landoberfläche bedecken, gehen demnach mehr als 10 Prozent des vom Land in die Meere gelangenden gelösten Kohlenstoffs durch sie hindurch.

Mehr Sicherheit auf dem Rücksitz

Wer im Auto nur einen der “billigen” Plätze abbekommt, sollte sich nicht allzu sehr grämen. Amerikanische Mediziner haben ermittelt, dass die Rücksitze bei einem Verkehrsunfall deutlich sicherer sind als die Sitze von Fahrer und Beifahrer. Am sichersten ist ausgerechnet der ungeliebte Platz in der Mitte.

Plasmanadel für chemische Operationen

Chirurgen und Zahnärzte könnten künftig auf gasförmige statt auf metallische Werkzeuge setzen. Eine entsprechende Technik hat eine niederländische Forscherin entwickelt. Ihre “Plasmanadel” erzeugt einen feinen Strahl energetisch angeregter Gasmoleküle, die in Zahnlöchern lauernde Bakterien oder Nester von Krebszellen in der Haut ausräuchern könnten. Darüber berichtet das Magazin “New Scientist” in seiner neuen Ausgabe.

Erdbeben machen den Untergrund durchlässig

Kräftiges Aufschütteln macht den Untergrund vorübergehend besonders durchlässig. Für diese Annahme sprechen Beobachtungen an zwei Brunnen im Süden Kaliforniens. Unmittelbar nach einem Erdbeben reagieren die Wasserstände demnach sehr rasch auf die Schwerkraft des Mondes, berichten amerikanische Geowissenschaftler im Magazin “Nature”.

Leichte Arterienverkalkung erhöht die Sterblichkeit

Schon bei einer leichten Verkalkung der Beinarterien ist die Sterblichkeit deutlich erhöht. Das bestätigen Studienergebnisse, die deutsche Mediziner im “European Heart Journal” vorstellen. Von den Teilnehmern mit einer eingeschränkten Durchblutung der Beine war drei Jahre nach der Diagnose etwa jeder zehnte verstorben – doppelt so viele wie bei den Teilnehmern mit normaler Durchblutung.

“Big Brother” fördert Fairness

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Wer sich beobachtet fühlt, schreckt vor unfairem Verhalten zurück. Diesen
Effekt ruft bereits ein stark reduzierter “Beobachter” hervor, berichten
eine britische Psychologin und ihre Kollegen im Fachblatt “Biology Letters”.
Brachten sie ein Augen-Foto über einer Kaffeekasse an, stiegen die
Einzahlungen merklich an.

Zweite Staubscheibe bei nahem Stern entdeckt

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Nicht eine, sondern mindestens zwei Staubscheiben umgeben einen Stern in der unmittelbaren Nachbarschaft der Sonne. Das belegen neue Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble, die eine internationale Forschergruppe im “Journal of Astronomy” vorstellt. Verantwortlich für die zweite Staubscheibe könnte ein großer Planet sein.

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